Und täglich grüßt ein Video!

Aktualisiert: 3. Dez 2020



Solange die Kinder keinen regulären schulischen Alltag haben, wollte Maria Piskun, Erzieherin an der Kristall Grundschule, mit ihnen täglich wenigstens per Video in Kontakt bleiben. Dass das kein ganz leichtes Vorhaben war, dachte sie sich schon. Videos aufnehmen gelingt ja mit Smartphone oder Laptop recht gut. Aber wie ist das mit dem Schneiden der Filme und wo stellt man die teils riesigen Dateien dann so ein, dass die Kinder sie auch sehen können?


Bei diesem Projekt war das Videobearbeitungsprogramm der Knackpunkt. Da musste sich Maria Piskun erstmal reinfuchsen. Tutorials bei Google halfen, schon bald kannte sie sich aus und die Bearbeitung klappte. Der tägliche „Drehplan“ sieht nun wie folgt aus: Vormittags wird geplant, Ideen und Angebote strukturiert, mittags gedreht, nachmittags bearbeitet und dann per E -Mail ein Link an die Eltern der Kinder verschickt. Die können die Videos dann den Kindern vorspielen. In den Videos werden die Kinder persönlich angesprochen, zum Basteln oder zum Sport animiert. Sie haben die Möglichkeit ihre eigenen Werke zu fotografieren und zurückzuschicken. Diese werden dann in der nächsten „Sendung“ vorgestellt.


Auch die Eltern machen gut mit, schicken Rückmeldungen mit Bildern der Werke der Kinder. Im „digitalen Klassenzimmer“ per Padlet (einer Software für digitalen Unterricht) werden die Videos gezeigt und können von den Eltern und Kindern immer abgerufen werden. So hat sich ein Rhythmus entwickelt: Vormittags bearbeiten die Kinder schulische Aufgaben und nachmittags haben sie Zugriff auf die Videos mit pädagogischen Angeboten. Das Projekt nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, aber wenn die zeitlichen Kapazitäten da sind, will Maria Piskun das Projekt auch nach der Krise fortführen.

Die Kinder haben wunderbare Werke geschaffen. Vor allem, weil sie in aller Ruhe ihre Werke schaffen konnten. Auch die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen war klasse, Antworten und Tipps kamen immer schnell, neue Ideen haben wir gemeinsam erarbeitet. Am meisten hat es Spaß gemacht, die Kinder zu Bewegung und Kreativität zu animieren und sie so etwas aus dem häuslichen Alltag herauszuholen.